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PREISKARTE: Transparenz bei Immobilienpreisen oder eine Falle, die zu voreiligen Schlüssen verleitet?

In den letzten Tagen stand Price Map im Mittelpunkt der Berichterstattung und Diskussionen rund um den Immobilienmarkt. Die neue digitale Plattform hat sich zum Ziel gesetzt, die tatsächlichen Kauf- und Verkaufspreise von Immobilien in ganz Griechenland zu erfassen.

Doch reicht eine digitale Karte aus, um den Wert einer Immobilie zu beurteilen?

Price Map sammelt Daten aus abgeschlossenen Transaktionen. Erfasst werden unter anderem, wie viele Immobilien in einem Gebiet verkauft wurden, welche Wohnfläche, welches Baujahr und welcher Verkaufszeitraum – allesamt wichtige Informationen für mehr Transparenz auf dem Markt.

Als Informationsbasis bietet Price Map Interessenten einen nützlichen ersten Überblick über den Markt. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn der Wert einer Immobilie ist nicht allein eine Zahl auf der Karte. Price Map kann weder den tatsächlichen Zustand der Immobilie noch die Bauqualität abbilden.

Auch Aussicht, Ausrichtung, Lage des Grundstücks oder etwaige rechtliche oder städtebauliche Besonderheiten bleiben unberücksichtigt.

In Zeiten, in denen Daten für jeden zugänglich sind, liegt der Unterschied nicht in den Informationen selbst, sondern in deren Interpretation. Die Rolle des modernen Immobilienmaklers besteht darin, alle ihm zur Verfügung stehenden Instrumente zu nutzen, sie mit Erfahrung und Marktkenntnissen zu kombinieren und den Kunden vor Fehlentscheidungen zu schützen.

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